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Verantwortung beginnt mit Wissen

Gesellschaftswissenschaften am GR

Die Gesellschaftswissenschaften nehmen an unserem Gymnasium eine zentrale Rolle ein, wenn es darum geht, junge Menschen auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer komplexen und sich stetig wandelnden Welt vorzubereiten. Fächer wie Geschichte, Geographie, Politik und Religion bzw. Ethik eröffnen vielfältige Perspektiven auf das menschliche Zusammenleben – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Im Unterricht setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit historischen Entwicklungen, politischen Strukturen, wirtschaftlichen Zusammenhängen und kulturellen Fragestellungen auseinander. Sie lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen, unterschiedliche Standpunkte zu verstehen und eigene fundierte Urteile zu bilden. Dabei wird deutlich: Gesellschaft ist gestaltbar – und jede und jeder Einzelne trägt Verantwortung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wertebewusstsein, Toleranz und demokratischem Denken. Diskussionen, Projekte und außerschulische Lernorte schaffen Raum für aktives Mitdenken und Mitgestalten. So werden nicht nur fachliche Kenntnisse vermittelt, sondern auch wichtige Kompetenzen für das Leben in einer pluralistischen Gesellschaft gestärkt.

Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu weltoffenen, reflektierten und engagierten Persönlichkeiten zu entwickeln, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft unserer Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Geographie

  • Warum gibt es Erdbeben?
  • Warum ist Leben auf der Erde möglich?
  • Warum wachsen manche Städte immer weiter, während andere schrumpfen?
  • Warum ist es in manchen Regionen sehr trocken und in anderen sehr nass?
  • Und was hat unser Alltag mit dem Klimawandel zu tun?

Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Fach Geographie. Geographisches Wissen hilft dabei, unsere Erde als Lebensraum des Menschen zu verstehen und zu erkennen, wie die Natur das Leben der Menschen beeinflusst – und wie Menschen ihre Umwelt verändern. Dabei wird deutlich, wie wertvoll und zugleich schützenswert unsere Erde ist.

Diese Betrachtung von Natur und Gesellschaft macht Geographie zu einem Brückenfach zwischen den Natur- und Gesellschaftswissenschaften.

Welche Kompetenzen vermittelt das Fach?

Im Geographieunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler fachliches Wissen und wichtige Fähigkeiten. Dazu gehören unter anderem:

  • sich mit Karten, Atlanten und digitalen Medien zu orientieren
  • Informationen zu sammeln, zu vergleichen und auszuwerten
  • geographische Fragestellungen zu beschreiben, zu erklären und zu beurteilen
  • Ergebnisse verständlich darzustellen und zu präsentieren
  • über einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und Ressourcen nachzudenken

Geographie fördert damit nicht nur Wissen, sondern auch Urteilsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Das Fach Geographie wird am Bayerischen Gymnasium in den Jahrgangsstufen 5, 7, 10, 11, 12 und 13 unterrichtet und es kann als schriftliches oder mündliches Abiturfach gewählt werden.

Der Unterricht erfolgt auf Grundlage des LehrplanPLUS. An unserer Schule wird der Diercke Weltatlas Ausgabe 2023 für Bayern (ISBN 978-3-14-100902-6) verwendet.

Mythos

Realität

Geographie ist nur Länder und Hauptstädte auswendig lernen

Geographie erklärt, wie unsere Welt funktioniert

Geographie hat nichts mit meinem Alltag zu tun

Geographie zeigt, wie Klima, Konsum und Leben zusammenhängen

Geographie ist ein Lernfach

Geographie bedeutet verstehen, vergleichen und bewerten

Geographie beschäftigt sich nur mit Natur

Geographie verbindet Natur, Mensch und Gesellschaft

Geographie ist ein „altes“ Schulfach

Geographie ist hochaktuell und verändert sich stetig weiter: Klima, Städte, Globalisierung

Geographie ist ein Nebenfach

Geographie behandelt zentrale Zukunftsfragen

Zum LehrplanPlus

Geschichte

Wert und Selbstverständnis des Faches Geschichte – Orientierung, Verantwortung, Erfahrung

Geschichte ist bei uns mehr als Unterricht – sie ist Orientierung, Erfahrung und Verantwortung. Denn wer versteht, wie und warum Gesellschaften sich verändern, kann die Gegenwart besser einordnen und die Zukunft mitgestalten. Im Fach Geschichte am neuen Staatlichen Gymnasium Rohr lernen unsere Schülerinnen und Schüler deshalb nicht nur „was war“, sondern vor allem: Was bedeutet das für uns heute?

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Demokratiebildung, dem Entwickeln einer eigenen Haltung und dem kritischen Denken: Wie entstehen radikale Strömungen? Warum scheitern Demokratien? Wie erkennt man Manipulation, Propaganda oder Fake News? Geschichte hilft dabei, aufmerksam zu bleiben – und verantwortungsbewusst zu handeln.

Unterricht und Ziele

Geschichte wird am GR in den Jahrgangsstufen 6 bis 12 zweistündig unterrichtet. Grundlage ist der Lehrplan Plus, siehe Link unten! Im Unterricht arbeiten wir mit passenden Lehrwerken (u. a. „Geschichte und Geschehen“ in 6/7 sowie „Horizonte“ in 8 bis 11 und „Kolleg 12“ in der Oberstufe).

Ziel unseres Faches ist es, ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein zu entwickeln. Schülerinnen und Schüler lernen, historische Entwicklungen zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und aus der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft zu lernen. Geschichtliches Wissen stärkt die eigene Urteilsfähigkeit, fördert kritisches Denken und hilft, Manipulation, Propaganda und Fake News zu durchschauen.

Wir beschäftigen uns mit Chancen und Gefährdungen demokratischer Strukturen, mit dem Entstehen radikaler Strömungen und der Bedeutung von Verantwortung und Engagement in einer freien Gesellschaft. So leistet der Geschichtsunterricht einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung.

Ein weiterer Schwerpunkt bei uns ist die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen, Perspektiven und Lebensweisen, verbunden mit Toleranz, Werthaltungen und einem europäischen Bewusstsein – auch in enger Zusammenarbeit mit dem Fach Politik und Gesellschaft bzw. Sozialkunde. Zudem spielt die Landes- und Regionalgeschichte eine besondere Rolle, um historische Spuren im näheren Lebensumfeld sichtbar zu machen.

Geschichte an historischen Schauplätzen erleben

Geschichtsunterricht findet bei uns nicht nur im Klassenzimmer statt, sondern kann an historischen Schauplätzen erlebt werden:

Durch ein thematisch abgestimmtes Fahrten- und Exkursionsprogramm können unsere Schülerinnen und Schüler je nach Jahrgang Geschichte auch immer wieder an den Orten erleben, an denen sie stattgefunden hat.

Dazu gehören unter anderem Exkursionen zu römischen Stätten in der Region (z. B. Limes, Römerkastell, Regensburg), der Besuch des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg, die Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau (9. Jahrgangsstufe), sowie die Fahrt nach Weimar (12. Jahrgangsstufe).

Zum Beitrag „Geschichte mal anders – Zeitzeugen berichten“

Zum LehrplanPlus

Religion (katholisch und evangelisch)

Nach welchen Werten möchte ich mein Leben gestalten? Wie ist mein Verhältnis zu Gott und zur Gemeinschaft, deren Teil ich bin?

Der Religionsunterricht eröffnet Räume für solche Fragen, auf die jede Schülerin ihre und jeder Schüler seine persönliche Antwort entwickeln kann. Dabei stehen nicht allein Lehrpläne und Lernstoff im Zentrum, sondern Person bzw. Persönlichkeit der Schülerin/des Schülers. Wir fördern deren Reflexionen, in dem wir das Verständnis für den Glauben, seine Geschichte, Traditionen und Werte mit Sinnangeboten anderer Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen vergleichen. Die Jugendlichen sollen fähig werden, eigene Standpunkte zu Lebens- und Glaubensfragen zu formulieren und zu vertreten.

Zentraler Bezugspunkt ist dabei das christlich-biblische Menschenbild. Der Mensch wird als von Gott gewollt, geliebt und mit unveräußerlicher Würde ausgestattet verstanden. Jeder Mensch ist einzigartig und zugleich auf Gemeinschaft hin angelegt. Diese Sichtweise fördert Respekt, Empathie, Toleranz und die Bereitschaft, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Außerdem will das Fach Religion Angebote des christlichen Glaubens eröffnen, auch in schwierigen oder extremen Lebensumständen Hoffnung zu finden oder mit den Erfahrungen von Scheitern und Neuanfang leben zu lernen.

Unterrichtsinhalte:
Im Unterricht setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit biblischen Texten, christlichen Glaubensvorstellungen sowie ethischen Fragestellungen vergleichend auseinander. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Dialogfähigkeit zu fördern und die persönliche Urteilsbildung zu stärken. „Lernhilfen“ dabei sind neben der kognitiven Auseinandersetzung auch Begegnungen außerhalb des Unterrichtsraums (geistliche Rüstzeiten, Exkursionen, Gestaltung von Andachten und Gottesdiensten) und die ökumenische Zusammenarbeit.

Seelsorge-Angebot
Schließlich – aber nicht zuletzt – will die Schulseelsorge für alle Mitglieder der Schulfamilie geschützte Räume für Gespräch und Zuspruch bieten.

Zum LerplanPlus (evangelische Religionslehre)

Zum LerplanPlus (katholische Religionslehre)

Ethik

Was soll ich tun?“

Diese klassische Frage Immanuel Kants steht im Zentrum des Ethikunterrichts. Das Fach richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, und bietet einen Raum für die reflektierte Auseinandersetzung mit Werten, Normen und Lebensentwürfen.

Ziele und Inhalte

Der Ethikunterricht am Gymnasium fördert die Entwicklung zu einer wertebewussten und verantwortungsvollen Persönlichkeit. Dabei orientiert er sich an den Grundwerten unserer Verfassung und dem Erziehungsauftrag des bayerischen Schulsystems. Wichtige Themenbereiche sind:

  • Selbst und Welt: Fragen nach Identität, Freiheit und dem Glück.
  • Zusammenleben: Grundlagen der Gerechtigkeit, soziale Verantwortung und Konfliktlösung.
  • Religion und Kultur: Kennenlernen der Weltreligionen und unterschiedlicher Weltanschauungen zur Förderung von Toleranz und interkultureller Kompetenz.
  • Angewandte Ethik: Diskussion aktueller Herausforderungen wie Medienethik, Medizinethik oder Umwelt- und Wirtschaftsethik.

Arbeitsweisen

Im Unterricht legen wir Wert auf einen offenen Dialog und das Erlernen logischer Argumentationsweisen. Wir arbeiten mit Texten aus der Philosophie, analysieren Fallbeispiele aus dem Alltag und nutzen moderne Methoden wie Debatten oder Rollenspiele, um verschiedene Perspektiven einzunehmen.

Zum LehrplanPlus

Politik und Gesellschaft

Mitreden. Mitdenken. Mitgestalten.

Das Fach Politik und Gesellschaft (PuG) am GR leistet einen zentralen Beitrag zur politischen Bildung und zur Werteerziehung. Es befähigt die Schülerinnen und Schüler, politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen zu verstehen, kritisch zu reflektieren und verantwortungsbewusst am demokratischen Leben teilzunehmen.

Grundlage des Unterrichts sind die Prinzipien des Bildungs- und Erziehungsauftrags des Freistaats Bayern sowie die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.

Inhalte und Kompetenzen

Im Fach Politik und Gesellschaft setzen sich die Lernenden unter anderem mit folgenden Themenbereichen auseinander:

  • Grundlagen der Demokratie und des Rechtsstaats
  • Verfassungsorgane und politische Entscheidungsprozesse
  • Mitwirkungsmöglichkeiten und politische Partizipation
  • Gesellschaftlicher Wandel und soziale Strukturen
  • Internationale Beziehungen und europäische Integration
  • Aktuelle politische Herausforderungen auf regionaler, nationaler und globaler Ebene

Ziel ist der Aufbau fundierter Urteils-, Analyse- und Handlungskompetenz. Die Schülerinnen und Schüler lernen, politische Sachverhalte multiperspektivisch zu betrachten, Informationen kritisch zu prüfen und eigene Positionen argumentativ fundiert zu vertreten.

Methodische Ausrichtung

Der Unterricht ist problemorientiert und handlungsnah gestaltet. Neben der Arbeit mit aktuellen Medien und digitalen Quellen kommen Diskussionen, Debattenformate, Planspiele sowie Projektarbeit zum Einsatz. Wo möglich, werden außerschulische Lernorte einbezogen, etwa durch den Besuch politischer Institutionen oder Gespräche mit Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern.

Beitrag zur Persönlichkeitsbildung

Das Fach fördert die Entwicklung einer reflektierten politischen Identität und verbindet fundiertes Fachwissen mit klarer Werteorientierung. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass Demokratie von Engagement, Dialogbereitschaft und Verantwortung lebt. Damit trägt das Fach wesentlich dazu bei, junge Menschen zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen, die bereit sind, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Unser Auftrag

Als werteorientierte Schule unterstützt das Fach PuG unseren Erziehungsauftrag, junge Menschen zu selbstständig denkenden, verantwortungsbewussten und engagierten Persönlichkeiten zu bilden und ihnen Orientierung, Urteilskraft und Haltung zu vermitteln. So werden unsere Schülerinnen und Schüler befähigt, demokratische Werte zu achten und unsere Gesellschaft in einer zunehmend komplexen Welt aktiv mitzugestalten.

Zum LehrplanPlus

Wirtschaft und Recht am GR

Unterricht und Inhalte

Das Fach Wirtschaft und Recht wird ab der 10. Klasse zweistündig unterrichtet und soll die Schülerinnen und Schüler auf ein verantwortungsbewusstes Leben in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft vorbereiten. Die Lernenden beschäftigen sich unter anderem mit Themen wie Konsumverhalten, Marktmechanismen, Haftung sowie den Grundlagen unseres Rechts- und Wirtschaftssystems. Das Fach vermittelt nicht nur Fachwissen, sondern fördert auch wichtige Kompetenzen wie Urteilsfähigkeit, kritisches Denken und verantwortungsbewusstes Handeln. Anhand aktueller Beispiele lernen die Schülerinnen und Schüler, wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge zu verstehen und zu reflektieren.

Praxisbezug

Um einen lebendigen Praxisbezug zu gewährleisten, ist es ein zentrales Anliegen des Faches, zu ausgewählten Themen externe Expertinnen und Experten in den Unterricht einzubinden. Diese ermöglichen den Schülerinnen und Schülern authentische Einblicke aus erster Hand in wirtschaftliche und rechtliche Praxisfelder. So war beispielsweise bereits das Finanzamt Kelheim zu Gast und vermittelte den Lernenden wichtige Informationen zur Einkommensteuererklärung sowie zur Nutzung des Online-Portals ELSTER. Ebenso darf in der 13. Jahrgangsstufe der Fachvortrag der Deutsche Bundesbank zur aktuellen Geldpolitik der Europäische Zentralbank nicht fehlen.

Recht in der Praxis

Damit auch der Bereich "Recht" erfahrbar wird, besuchen die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Oberstufe – in Zusammenarbeit mit dem Fach Politik und Gesellschaft – eine Gerichtsverhandlung. So wird deutlich, wie Gesetzestexte in der Praxis angewandt werden und welchen unmittelbaren Einfluss sie auf unser Zusammenleben haben.

Projekte

Neben Expertenvorträgen werden Kommunikations- und Urteilsfähigkeit gezielt durch Projekte und Planspiele gefördert. Seit vielen Jahren nehmen Schülergruppen erfolgreich am "Planspiel Börse" der Sparkassen teil, in dem sie ein fiktives Startkapital von 50.000 € in Aktien investieren können. Darüber hinaus entwickeln die Schülerinnen und Schüler am Ende der 10. Jahrgangsstufe im Rahmen einer Projektarbeit eine eigene Unternehmensidee. Dabei bringen sie nicht nur wirtschaftliches Denken, sondern auch Kreativität und Teamfähigkeit ein — mit oft beeindruckenden Ergebnissen.

Quelle: LehrplanPLUS - Gymnasium - Wirtschaft und Recht - Fachprofile

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